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Debatte, Gesellschaft

Nach Köln: Hat der Feminismus versagt?

sylvesterkoeln

von https://alexandrabader.wordpress.com

Wenn Frauen im Mainstream als Feministinnen bezeichnet werden, aber ängstlich bemüht sind, vor allem gegen “rassistische Hetze” aufzutreten, ist Skepsis angebracht. Schließlich ist nicht jede Frau, die Täter und Taten klar benennt, so bekannt wie Alice Schwarzer, die auf den ersten Blick als Ausnahme von einer enttäuschenden Regel erscheint.

Sieht man sich an, wie auf der Webseite der “Emma” diskutiert wird, findet sich aber eine grosse Bandbreite an Reaktionen; neben der Annahme, “wir” müssten allen helfen, weisen die UserInnen auch auf geopolitische Zusammenhänge hin, während diese für andere nach wie vor “Verschwörungstheorien” sind. (1) Man muss sich aber dessen bewusst sein, dass viele Menschen keine eigene Meinung vertreten, sondern dirigiert werden, wie der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, der u.a. über die NATO-Geheimarmee Gladio publiziert hat, in einem Interview sagt:

“Herr Ganser, durch WikiLeaks und andere sind in der letzten Zeit einige brisante Dokumente, die staatliche Mechanismen zur Manipulation respektive Lenkung der öffentlichen Meinung offenbaren, an die Öffentlichkeit gelangt. Da wurde inzwischen nicht nur belegt, dass etwa im ‘Krieg um die Köpfe’ seit einiger Zeit ganz gezielt Frauen propagandistisch angesprochen werden, um auch und insbesondere diese zur Zustimmung zu westlichen Kriegen im Nahen Osten zu bewegen. Da gibt es inzwischen auch Papiere, die darlegen, wie mit Spins und Propaganda diejenigen, die die richtigen Fragen stellen, in Verruf gebracht werden sollen. Was ist hier über die entsprechenden Strategien von Seiten der Mächtigen bekannt?”

Ganser: “Wir stecken heute mitten im Informationskrieg. Immer mehr Menschen erkennen das und wachen sozusagen auf. Diese wachen Menschen lehnen Kriegspropaganda ab und versuchen, sich ein eigenes Bild von der Welt und den politischen Ereignissen zu machen, zum Beispiel indem sie verschiedene alternative Medien konsumieren. Es ist heute wichtig zu verstehen, dass die Massenmedien in diesem laufenden Informationskrieg benutzt werden, um die Menschen zu lenken und zu steuern. Wie Edward Bernays in seinem Buch ‘Propaganda’ schon 1925 erklärte, kann man das Denken der Öffentlichkeit ganz genauso dirigieren wie eine Armee die Körper ihrer Männer dirigiert. Aber nur so lange wie die gelenkten Menschen sozusagen schlafen und sich dieser Steuerung gar nicht bewusst sind. Wenn sie aber mal aufwachen und die Realität des Informationskrieges erkennen, wird es viel schwieriger, sie zu lenken. Dann funktioniert die Regel von Bernays nicht mehr, und genau das erleben wir derzeit bei tausenden von Menschen.” (2)

Dieser Tage versuchen Personen, die Propaganda durchschauen, andere aufzuwecken und erleben dabei ganz unterschiedliche Reaktionen. Es ist für sie bestärkend, sich dessen bewusst zu sein, dass viele nicht realisieren, dass sie gar nicht selbst denken. Denn so lässt man sich davon weniger frustrieren, dass manche vollkommen abblocken, während andere ein wenig Kritik zulassen, dann aber mauern und wieder andere voll heftiger emotionaler Abwehr sind. Diese erklärt sich daraus, dass die von Ganser beschriebene Steuerung über emotionale Mobilisierung funktioniert, wie wir sie monatelang mit Flüchtlingskindern (einer kleinen Minderheit unter jenen, die zu uns kommen) auf allen Titelseiten erlebt haben.

Heute lassen nicht zufällig jene Medien aus, die uns dies serviert haben, wenn es um die Folgen von Köln geht. Aktuell hat der “Spiegel” Köln am Titel, nicht aber die “Zeit”, das “profil”, “News” und der “Stern” (dieser übt  sich in bewährtem deutschem Sexismus, halbnackte Frau, die ihre Brüste mit den Händen bedeckt, illustriert das Thema Gesundheit). Genau zu beobachten, was berichtet und gezeigt wird und was nicht, wer was gefragt wird und was nicht, ist aber schon Ausbruch aus der Matrix für Fortgeschrittene, die emotionale Distanz zum Geschehen wahren und ruhig analysieren können. Emotionen werden deshalb hervorgerufen, weil sie blind machen für nüchterne Fakten, ob es sich um die Bestimmungen der Genfer Konvention handelt oder darum, dass jedes Land nur eine bestimmte Größe, ein bestimmtes Budget, einen Arbeitsmarkt, eigene soziale Probleme und Verpflichtungen gegenüber der eigenen Bevölkerung hat.

Glenn Greenwald hat letztes Jahr die Strategie der angloamerikanischen Geheimdienste beschrieben, soziale Anliegen für Imperialismus und Militarismus auszubeuten; man nennt dies “Pinkwashing” und taucht die wahren Ansichten mal in Regenbogenfarben, mal kommen sie scheinbar feministisch daher. (3) Die kanadische Feministin Krista Hunt prägte 2006 den Begriff “Embedded Feminism” in der Auseinandersetzung mit dem “Krieg gegen Terror”: “Konservative und antifeministische Politiker_innen – nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland und Europa –, wiesen plötzlich auf die Unterdrückung und Entrechtung dieser Frauen durch die Taliban hin und machten sich, begleitet und unterstützt von den Massenmedien, für Frauenrechte und ein Ende der Gewalt gegen Frauen (in Afghanistan) stark. Wie Hunt und andere Autor_innen argumentieren, blieb das „feministische“ Interesse jedoch an der Oberfläche. Die Berichte über das Leid der afghanischen Frauen, verbunden mit dem Ruf nach Wiederherstellung oder Einführung von Frauenrechten, wurden vielmehr bewusst zur Begründung und Legitimierung des Militäreinsatzes instrumentalisiert und dienten dazu, den Krieg gegen die Taliban als eine Aktion zur Rettung und Befreiung der afghanischen Frau zu (v)erklären.” (4)

Wenn heute Feministinnen nach tagelanger Schrecksekunde peinlichst vermeiden, die Täter von Köln und in vielen anderen Städten zu benennen und vor allem vor “rassistischer Hetze” warnen, handelt es sich um “Pinkwashing” und “Embedded Feminism”. Dies umso mehr, da das Vorgehen der Täter vom Kairoer Tahrir-Platz bekannt ist (5) und routinemässige Belästigung von Frauen in arabischen Ländern mit dem Begriff Al-Taharrush bezeichnet wird. (6) Man muss sich darüber im Klaren sein, dass unter jenen, die die Ereignisse kommentieren, auch einige sind, die nicht wissen, dass sie dirigiert werden. Es bringt wenig, zu spekulieren, wer es aber doch begreifen müsste, wer vielleicht aktive Komplizin ist oder wer schlicht ungeheuer naiv oder einfach gestrickt ist. Wichtiger ist, dass gerade jene Stimmen den Diskurs übernehmen sollen, die dazu beitragen, die Grenzen weiterhin offen zu halten.

Wer darüber wütend ist, sollte seine oder ihre Emotionen dann doch wieder zügeln, weil nur Analyse und auch anderen nähergebrachte Fakten helfen können. Ich habe mir von Feministinnen manchmal anhören müssen, dass das Militär doch bloss Männer für patriarchale Hegemonie zurichte, es also für Frauen offenbar besser ist, sich damit gar nicht erst zu befassen (geschweige denn, selbst zur Armee zu gehen). Allerdings habe ich schon lange beobachtet, dass in politischen Auseinandersetzungen gerade Männer mit militärischem Background oder Bezug zum Militär fundiert sicherheitspolitisch argumentieren (was ich längst ebenfalls tue). Da immer die Entwicklung von Situationen relevant ist, kann man so auch einschätzen, was transatlantische Medien und steigende Kriegsgefahr bedeuten. Etwa, wenn Willy Wimmer (der lange Bundestagsabgeordneter und unter Kohl Staatssekretär im Verteidigungsministerium war) ein Interview gibt.

Er stellt fest, dass die Politik der deutschen Regierung keinesfalls selbständig ist, sondern einem Diktat der USA folgt, die über die politische Klasse und über Medien und Netzwerke Einfluss nehmen: “Wenn man auf das eigene Land blickt, dann haben sich die Investitionen in transatlantische Netzwerke, die Politik und Presse umfassen, eindeutig für diejenigen gelohnt, die diese Netzwerke geschaffen haben. Das hat eine Menge mit dem Charakter von Berlin zu tun. Die Stadt ist politisch gesehen in den Händen dieser Netzwerke, die auf den Weg der deutschen Politik einen größeren Einfluss haben als selbst deutsche Ministerpräsidenten oder gar die deutschen Wähler.” (7) Der Historiker und ehemalige Berufssoldat Wolfgang Effenberger verweist auf Migration als Waffe und die Orchestrierung von Übergriffen auf Frauen als Terror gegen die Bevölkerung. (8)

Begriffe wie “Migrationswaffe” (von US-Think Tanks kreiert) oder Destabilisierung zeigen “Gelenkten” den Weg zur Verstandesebene, auf der man auch etwas darüber wissen sollte, welche Methoden Geheimdienste anwenden. (9) Auch Informationen über transatlantische Seilschaften sind äußerst nützlich, weil man sich dann über das Agieren bestimmter Personen nicht mehr wundert. (10) Bereits jene Infos, die man im Netz findet und die ich dazu zitiere, (10) helfen uns beim Verstehen von Vorgängen, die nach außen hin anders dargestellt werden. So wird “clandestin” operiert, wenn man nicht einmal merken soll, dass etwas vor sich geht; dazu gehört beispielsweise die schrittweise Unterwanderung einer Organisation, einer Institution oder einer Partei. “Verdeckt” bedeutet, dass Ereignisse sichtbar sind, jedoch falsch zugeordnet werden sollen; dazu gehört das geschürte Flüchtlingsfieber, das ebenso unzutreffende Erklärungen verpasst bekommt wie das Agieren Merkels. (11)

Der verlinkte Kommentar wird übrigens mit einem jener seltsamen Bilder von Merkel oder anderen PolitikerInnen illustriert, die für Selfies mit stets männlichen Flüchtlingen posieren, was bei der Kanzlerin auch etwas gezwungen wirkt. Dass die Übergriffe in Köln und vielen anderen Städten zuerst  tagelang vertuscht wurden, jetzt aber der Mainstream berichtet und auch die Politik Stellung bezieht, lässt manche in ihrer Verunsicherung nach einer “false flag” fragen. Auch bei Paris dachten viele sofort daran, es gibt jedoch viele Indizien, die dagegen sprechen. (10) Was wir puncto Köln aber auf jeden Fall sagen können ist die Übernahme der Empörung durch die Schweigenden bzw. das Ablenken auf vage und unverdächtige Objekte wie “die” männliche Gewalt. Daran beteiligen sich aber auch “Feministen”, etwa Grüne, die alle Männer als “potenzielle Vergewaltiger” bezeichnen. (12)

Wenn wir bei der Faktenebene bleiben, gehört zur “Grundausstattung”, über die Genfer Konvention Bescheid zu wissen, denn diese gilt für politisch Verfolgte, die sich in einem Gastland an die dortigen Gesetze halten müssen und die kein Land aufnehmen muss, dessen öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet ist. Sobald Menschenmassen unkontrolliert über die Grenzen strömen, ist dieser Fall eingetreten, doch bewusst wird es vielen erst nach Gewalttaten gegen Frauen in vielen Städten. Es ist kein Zufall, dass ehemalige Verfassungsschützer und ehemalige Verfassungsrichter immer wieder ihre mahnende Stimme erheben. (13)

“Es hagelt Kritik für die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin von allen Seiten. Für Hans-Jürgen Papier, dem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, ist die Stimmung im Land nach den Übergriffen von Köln ‘wahrnehmbar gekippt’. Die Geschehnisse ‘manifestierten ein partielles Versagen des Staates als Garant von Freiheit und Sicherheit gegenüber seinen Bürgern’, so Papier in einem Interview mit dem “Handelsblatt”. Sie seien ’schrecklich und beschämend’”, berichtet die “Welt”. Schärfere Gesetze und schnellere Abschiebungen sind für Papier zwar nicht falsch, gelten aber nur den Symptomen und bekämpfen die Ursachen nicht: “Noch nie sei in der rechtsstaatlichen Ordnung der Bundesrepublik die Kluft zwischen Recht und Wirklichkeit so tief wie derzeit. Das sei auf Dauer inakzeptabel, so der renommierte Verfassungsrechtler. Er spricht von einem ‘eklatanten Politikversagen’.” (14)

Viele Menschen pflichten ihm bei, wenn er eine Bedrohung der staatlichen Integrität kommen sieht, was in der Politik nicht artikuliert wird. Die Bundesregierung hat Grenzen überschritten: “Die engen Leitplanken des deutschen und europäischen Asylrechts sind gesprengt worden. Bestehende Regelungen wurden an die Wand gefahren. Die Asyl- und Flüchtlingspolitik krankt seit Langem daran, dass man es versäumt hat, zwischen dem individuellen Schutz vor Verfolgung einerseits und der gesteuerten Migrationspolitik für Wirtschaftsflüchtlinge andererseits zu unterscheiden. Letzteres erfolge nicht aufgrund rechtlicher Verpflichtungen, sondern aufgrund politischer Ermessensentscheidungen, die aus humanitären Gründen oder einer vorsorgenden Zuwanderungspolitik getroffen werden könnten.” Obergrenzen sind, so Papier, bei einer rechtskonformen Anwendung des Asylrechts nicht notwendig.

“Der Bund ist verpflichtet, wirksame Kontrollen der Bundesgrenzen wieder aufzunehmen, wenn das gemeinsame europäische Grenzsicherungs- und Einwanderungssystem vorübergehend oder dauerhaft gestört ist”, ist ein auch für Österreich bedeutsamer Satz in einem Gutachten von Ex-Verfassungsrichter Udo Di Fabio, das am 12. Jänner in einer bayrischen Kabinettssitzung diskutiert wird. Die “Welt” erklärt dazu: “Für Seehofer, der das Gutachten schon vor der Klausurtagung der CSU in Wildbad Kreuth studiert hatte, zeigt der ehemalige Verfassungsrichter auf, dass das individuelle Asylrecht nicht unbedingt über dem Anspruch des Staates auf geordnete, rechtstaatliche Verhältnisse stehe. Es gibt demnach auch keine Verpflichtung zur unbegrenzten Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen.

Das Limit ist erreicht, sobald die staatliche Handlungsfähigkeit und Ordnung gefährdet ist. ‘Die Sicherheit beginnt an der Grenze’, betont Seehofer. Und da sei eindeutig der Bund in der Pflicht. Laut Gutachten wird die Handlungsfähigkeit der Länder eingeschränkt, wenn der Bund, der für die Grenzsicherung zuständig ist, die ungebremste Einreise von Flüchtlingen und Asylsuchenden nicht in den Griff bekommt. Das würde auch eine sogenannte Organklage des Freistaats Bayern gegen den Bund beim Bundesverfassungsgericht rechtfertigen.” (15) Auch die österreichischen Bundesländer sollten sich überlegen, auf welche Weise sie die Bundesregierung zu rechtskonformem Handeln bewegen können, statt in Sprachblasen auf “europäische Lösungen” zu warten.

Die Frage der Grenzsicherung und eines Aufnahmestopps scheint einen großen Gegensatz zur emotional unterfütterten Hilfsbereitschaft vieler Frauen zu bilden. Wie die “Emma” vor ein paar Monaten festgestellt hat, werden mehrheitlich männliche Neuankömmlinge überwiegend von Frauen betreut, ehrenamtlich oder als Mitarbeiterin von Caritas und Co. Dass viele dieser Männer Frauen verachten oder / und für sexuell verfügbar halten, wurde allerdings bislang kaum diskutiert, während beim Thema Übergriffe die Dämme des Schweigens gebrochen sind. (16) Neben den unmittelbaren Opfern in vielen Städten ist es auch für jene Frauen traumatisch, die bereits männlicher Gewalt ausgeliefert waren (egal, ob durch Täter mit oder ohne Migrationshintergrund) und  die jetzt wieder erleben, dass Frauen zur Zielscheibe werden.

Das eifrige Ablenken von der Art der Gewalt führt dazu, dass manche soweit gehen, die von Frauen erlittene Gewalt zu bagatellisieren. (17) Frauen als Helfende, als Verständnisvolle, die im Zweifel eher gegen Rassismus sind als für Frauenrechte passt zu traditionellen Rollenbildern, die Grenzen setzen nicht vorsehen. “Nein heißt Nein” war daher der bezeichnende Titel eines Buchs über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, und auch heute drehen sich Bücher und für eine Leserinnenschaft verfasste Artikel darum, dass Frauen lernen müssen, Nein zu sagen, statt immer anderen gefallen und den Weg geringsten Widerstandes gehen zu wollen. “Nein heißt Nein” muss für alle Versuche gelten, Frauen zu instrumentalisieren, ob sie Gewalt verharmlosen oder endlos Fremde empfangen und betreuen sollen, die nur selten Flüchtlinge sind. (18)

Anne Wizorek, die vor drei Jahren den #aufschrei gegen sexuelle Belästigung mitinitiierte, tingelte jetzt durch die Medien mit falschen Zahlen zu Übergriffen am Münchner Oktoberfest; sie hat aber noch nicht genug, da es nun um #ausnahmslos, also um das Verschleiern gewisser Gewalt gegen Frauen geht. (19) Die “Netzfeministin” hat “gemeinsam mit 21 weiteren Frauen einen neuen Hashtag ins Leben gerufen. Mit #ausnahmslos positionieren sie sich ‘Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall’. Sie fordern Hilfe und Unterstützung für alle Betroffenen und ’solidarisch mit all denjenigen, die sexualisierte Gewalt und Belästigung erfahren und erfahren haben’. Wichtig sei der ‘konsequente Einsatz’, so die Frauen. Sexualisierte Gewalt dürfe nicht nur dann thematisiert werden, ‘wenn die Täter die vermeintlich ‚Anderen‘ sind: die muslimischen, arabischen, Schwarzen oder nordafrikanischen Männer – kurzum, all jene, die rechte Populist_innen als *nicht deutsch* verstehen’. Es sei für alle schädlich, wenn feministische Anliegen von instrumentalisiert würden, um gegen einzelne Bevölkerungsgruppen zu hetzen. Mehr als 400 Personen haben die Aktion bereits unterzeichnet, darunter auch die Politkerinnen Manuela Schwesig (SPD), Claudia Roth (Grüne), Katja Kipping (Linke) und Renate Künast (Grüne). Manuela Schweswig bezieht – wie viele andere – auch bei Twitter eine klare Position.”

Beate Hausbichler beim “Standard” hat schon Pussy Riot und Femen hymnisch gelobt, die beide in die Rubriken “Pinkwashing” und “Embedded Feminism” gehören. Daher ist kein Wunder, wenn auch sie – empörten UserInnenkommentaren zum Trotz – Täterreinwaschung betreibt. “Wenn Gewalt gegen Frauen nur dann ein Skandal ist, wenn damit eigentlich eine ganz andere politische Bühne bespielt werden soll”, wird ihr Kommentar zusammengefasst: “Viele erinnern sich jetzt an die #Aufschrei-Debatte aus dem Jahr 2012/2013. Sexuelle Übergriffe, verbal bis hin zu unfassbarer körperlicher Gewalt wurden unter diesem Hashtag gesammelt und so wurde Gewalt gegen Frauen als Massenphänomenen ins Licht gerückt.” Nun aber soll alles ganz anders sein, wie ja auch Wizorek es vorexerziert hat:

“Wenn der kulturelle Kontext, aus dem Täter stammen, bei der Bewertung von sexueller Belästigung und Gewalt eine Rolle spielt, dann bewegen wir uns auf höchst gefährlichem Terrain. Wird dann einer Frau oder anderen ZeugInnen eher geglaubt, wenn sie den Täter zum Beispiel als arabischstämmig beschreiben? Die Rede vom ‘kulturellen Hintergrund’ birgt auch die Gefahr, dass manche Männer eher nicht nach Gewalttäter ‘aussehen’, während andere unter Generalverdacht stehen – ‘Generalverdacht’ war übrigens das Paradestichwort, mit dem gegen die Reform des Sexualstrafrechts gewettert wurde. Der vielgeforderte Schutz davor muss jetzt für alle Männer gelten.” (20)

“Unfassbar! Ich frage mich nach lesen des Artikels schon, in welcher eigenen Welt Frau Hausbichler lebt. Wahrscheinlich irgendwo am Spittelberg, wo die einzigen Ausländer gut situierte Studenten oder reiche Kulturpensionisten sind. Das Thema dermaßen einseitig und fast engstirnig zu sehen, beweist wieder mal, wie unfähig die Linken sind, mit den Problemen umzugehen, die sie unserer Gesellschaft mit dem Mulit-Kulti Experiment eingebrockt haben. Kein islamischer Mann wird sich je ohne Integrationsdruck auch nur irgendwie an unsere Werte anpassen, warum soll er auch? Die Rassissumuskeule auszupacken zeigt besonders, wie einfach es sich die Autorin macht. Eigentlich schlimm, so was zu publizieren…”, so ein User oder eine Userin.

Und eine andere meint: “Nicht die Opfer haben sich geändert, sondern die Täter. Und das muss man beim Namen nennen. Wir haben vermutlich eine weitreichende gesellschaftliche Veränderung vor uns, die ich als Frau NICHT MITTRAGEN werde. Alles was starke Frauen vor uns erkämpft haben, treten wir jetzt mit Füßen, weil wir vor einer Kultur, die Frauen nur benutzt, auf die Knie fallen. ICH BIN NICHT DABEI. 6.000 km sind mir lieber als eine Armlänge.” Eine weitere Userin will sich gar fremdschämen: “Wenn ich so einen Artikel lese, schäme ich ich eine Frau zu sein. Relativierung und falsche Schuldzuweisungen werden das Problem nicht lösen. 
Selbst eine Polizistin wurde sexuell attackiert und die Polizei konnte nicht helfen, weil die Übermacht zu groß war. Wann, Frau Hausbichler, haben sich bei uns an die 1000 Männer auf einem Platz in einer Nacht getroffen mit dem Vorsatz Frauen sexuell zu attackieren? Beispiel bitte.”

Roland Tichy spricht gar von einer “Kälte des Feminismus”: “Neben einer Gefühllosigkeit der ZEIT-Autorinnen, gegen die sich jeder mitteleuropäische Macho wie ein sensibler, empathischer Mensch ausnimmt, wird der Versuch deutlich: Was nicht sein darf, soll nicht beschrieben werden dürfen. Selbstverständlich haben Täter das Anrecht auf die Unschuldsvermutung, selbstverständlich soll differenziert und vorsichtig analysiert und gewertet werden, und genau so haben, eher sogar übervorsichtig, viele Kollegen gearbeitet. Aber wenn sich die Hinweise darauf häufen, dass es sich um eine „neue Dimension“ handelt, wie selbst die fragwürdige Kölner Polizei einräumen musste, warum soll nicht ausgesprochen werden, was ist: Es handelt sich um Migranten. Ob es jetzt Merkel-Migranten aus dem Sommer sind, oder solche, die schon länger hier sind – diese Differenzierung kann und soll später folgen.”

Und er meint mit “Feminismus” nicht nur Wizorek und Co., sondern  auch Frauen im Journalismus, deren große Stunde jetzt gekommen scheint: “Da werden nicht Vermutungen zu Tatsachen, wie ZEIT-Online schreibt, sondern der Wunsch, Fakten zu unterdrücken, zum Vater des Handelns. Offensichtlich bewegen sich längst viele Journalistinnen in einer Filterblase, in der die Wirklichkeit ausgeblendet und die Leser für dumm verkauft werden. Tanit Koch, die neue Chefredakteurin von BILD, schreibt zutreffend von einem ‘Generalverdacht’ nicht gegen Flüchtlinge, sondern gegen die Bevölkerung, der von Politik und Medien ganz offensichtlich Rassismus unterstellt wird. Deshalb wird nicht offen berichtet, sondern nur noch verklausuliert und wenn es gar nicht mehr anders geht. Und deswegen wird Köln damit relativiert, sowas gäbe es doch auch auf dem Oktoberfest, wie eine Kollegin von Tagesschau verbreitet und von der Frankfurter Rundschau reproduziert wird. Es ist so dümmlich, dass man nicht darauf eingehen sollte – wäre da nicht der Versuch sichtbar: Frauen sollen verspottet werden. Kein Argument ist Feministinnen zu dünn und zu dümmlich, um Vergewaltigung und sexuelle Belästigung, Bedrohung und Übergriffe durch Migranten zu relativieren. Und viele Medien versuchen diese perverse Form der Deutungshoheit zu verteidigen.” (21)

Während Frauenprotest in Köln recht kraftvoll wirkte (und Grüne sowie Jusos diesem fernblieben, sich lieber für eine Anti-Pegida-Demo sammelten), (22) trafen sich am 9. Jänner in Wien einige Frauen und ein paar Männer nach einem Aufruf der Grünen Frauen, um sich mit Klobürsten in der Hand “widerborstig” zu geben. Auch hier wurde penibel vermieden, die Täter zu benennen (in Wien erstatteten ebenfalls einige Frauen Anzeige), stattdessen waren Vertreterinnen von Gewaltschutzeinrichtungen eingeladen, die über häusliche Gewalt sprachen. Dass diese durch Zuwanderung nicht ab-, sondern eher zugenommen hat, auch wenn leider manche Männer sie als zur einheimischen Kultur gehörig betrachten, war natürlich kein Thema. Hingegen wurde unter eifrigem Klobesenschwingen der Rücktritt des Wiener Polizeipräsidenten Pürstl gefordert, der Frauen riet, nachts nur in Begleitung unterwegs zu sein. Auch in Wien wurde das Münchner Oktoberfest erwähnt, um zu relativieren, ebenso der ironische Tweet eines Abgeordneten, dass Pograbschen zur Hochzeit führen könne, wie er es selbst erlebt hatte.

Da wir es nicht mit “Feminismus” in unbeeinflusster Form zu tun haben, sondern viel “rosagewaschen” wird, ist die Diagnose von Roland Tichy nicht zutreffend, dass “die” Feministinnen verharmlosen und mit Kälte auf die Opfer reagieren. Nicht zufällig äussern sich Alice Schwarzer und die “Emma” konsequent, da gerade diese Zeitschrift immer international berichtet und Gewalt gegen Frauen nie verschwiegen hat. “Pink” und “embedded” ist beispielsweise, alles am Binnen-I, an Quotendebatten und Genderstudien festzumachen, den Blick aber von der realen Situation und den Bedürfnissen von Frauen abzuwenden. Dabei bewirkt eine Frau, die dank Quote ins Parlament gelangt und brav auf “pink” gebürstet ist, politisch weit weniger als Frauen, die Zusammenhänge durchschauen, diese ansprechen und sich dort artikulieren, wo dies möglich ist.

(1) http://www.emma.de/thema/die-koelner-horror-nacht-331287
(2) http://www.barth-engelbart.de/?p=87879 – zum “propagandistischen Ansprechen von Frauen” siehe geleaktes CIA-Dokument: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45221/1.html
(3) http://readersupportednews.org/opinion2/277-75/30244-exploiting-social-issues-for-militarism-and-imperialism
(4) http://www.linksnet.de/de/artikel/30867
(5) http://friedensblick.de/19089/koelner-sexterror-importiert-vom-tahrir-platz-aegypten und http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/silvesternacht-in-koeln-terroristisches-attentat-mit-testosteron/12815426.html
(6) http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/udo-ulfkotte/al-taharrush-die-orientalische-sex-mob-kultur.html
(7) http://de.sputniknews.com/militar/20160111/307021075/deutschlands-weg-agonie.html
(8) https://alexandrabader.wordpress.com/2016/01/09/wolfgang-effenberger-vorboten-einer-westlichen-goetterdaemmerung/
(9) https://alexandrabader.wordpress.com/2015/11/19/geheimdienste-realistisch-betrachtet/ und https://alexandrabader.wordpress.com/2015/11/27/geheimdienstdebatte-nach-paris/
(10) https://alexandrabader.wordpress.com/2016/01/03/willkommen-auf-der-atlantik-bruecke und hier zur Rolle von George Soros bei der Förderung von Asyl-NGOs: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/friederike-beck/betreutes-fliehen-george-soros-und-das-netzwerk-um-pro-asyl.html – im Soros-finanzierten European Council on Refugees and Exiles sind in Österreich Diakonie, Integrationshaus und Asylkoordination Mitglied: http://www.ecre.org/alliance/members/profiles/member/1.html – die Asylkoordination sprach auch bei einer Pressekonferenz der Liga für Menschenrechte zum Tag der Menschenrechte:
https://alexandrabader.wordpress.com/2015/12/13/menschenrechte-fuer-alle/
(11) http://de.sputniknews.com/politik/20160111/307015463/merkels-torheit-wird-europa-teuer-zu-stehen-kommen.html – kühler analysiert die New York Times: http://www.nytimes.com/2016/01/10/opinion/sunday/germany-on-the-brink.html?ref=opinion&_r=0
(12) http://www.focus.de/politik/deutschland/nach-sex-uebergriffen-in-koeln-hamburger-gruenen-vize-alle-maenner-sind-potenzielle-vergewaltiger_id_5199009.html
(13) http://www.info-direkt.eu/ex-verfassungsschutzchef-roewer-die-verfassungsfeinde-sitzen-der-regierung/
(14) http://www.welt.de/politik/deutschland/article150894661/Papier-rechnet-mit-deutscher-Fluechtlingspolitik-ab.html
(15) http://www.welt.de/politik/deutschland/article150899381/Seehofer-Klage-gegen-Merkels-Asylkurs-waere-berechtigt.html
(16) http://www.handelsblatt.com/politik/international/sexuelle-uebergriffe-auch-schweden-hat-gewalt-von-asylbewerbern-vertuscht/12819120.html und http://www.focus.de/regional/koeln/silvesternacht-in-koeln-zahl-der-anzeigen-nach-uebergriffen-auf-mehr-als-500-gestiegen_id_5200610.html und http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/geheimer-lagebericht-bundespolizei-taeglich-sex-uebergriffe-durch-asylbewerber-in-bahnhoefen-und-zuegen-a1298224.html
(17) http://www.info-direkt.eu/spiegel-schuld-an-koeln-sind-die-rassisten/ und https://le-bohemien.net/2016/01/12/koeln-integration-debatten/
(18) wer wohl ist gemeint, wenn “ausnahmslos alle” Pfarren Asylwerber aufnehmen sollen? siehe http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4816467/Fluchtlinge_Kardinal-Schonborn-macht-Druck-auf-Pfarrer
(19) http://meedia.de/2016/01/11/nach-aufschrei-jetzt-ausnahmslos-neue-hashtag-initiative-der-netz-feministinnen-nach-koeln und http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-uebergriffe-in-koeln-und-falsche-zahlen-von-der-wiesn-14004617.html
(20) http://derstandard.at/2000028520689/Der-Kampf-gegen-sexuelle-Gewalt-muss-das-einzige-Motiv-sein
(21) http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/koeln-und-die-kaelte-des-feminismus
(22) http://www.emma.de/artikel/denn-wir-sind-koelsche-maedchen-331311

https://alexandrabader.wordpress.com/2016/01/12/nach-koeln-hat-der-feminismus-versagt/

 

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Nach Köln: Hat der Feminismus versagt?

  1. !!! DANKE !!! für diesen Artikel, der die Situation rational und klar benennt. Ich kann es aktuell nur mit außerordentlich aggressiv-wütenden Worten, wie den folgenden:

    Sprachlos vor rotglühender Wut sehe ich (und poste dazu) nun seit 14 Tagen, wie viele linke s.g. „Feministinnen“, JournalistInnen und PolitikerInnen incl. der *ausnahmslos-Kampagne-Frauen eine unsägliche, die Gewalt gegen Frauen in Köln relativierenden Haltung einnehmen, voller gewaltmarginalisierender Eindimensionalität bzgl. der Beschreibungen und Benennung der Fakten, der Abläufe, der Männermenge, der Tatverdächtigen sowie des damit zusammenhängenden kulturellen und religiöse Gesamtkomplexes. Das ist nichts als manipulativer Täterschutz, frauenverachtende Opferverleugnung und blinde Ignoranz gegenüber den Realitäten. Diese unsäglich eindimensionale unreflektierte Haltung, wie sie von den *ausnahmslos-Frauen und ähnlichen „feministischen“ Richtungen vertreten wird, schockt mich mindestens genau so sehr, wie es die Vorfälle an Silvester tun. Nicht wegen der dortigen Forderungen und hübschen allgemeinen Bemerkungen zum Thema allgemeine sexualisierte Gewalt gegen Frauen, die ich natürlich alle mitgehe und unterstütze und die ich alle seit Jahren und Jahrzehnten kenne. Sondern von der Ignoranz bzgl. der Fakten hinsichtlich der sozio-kulturellen und religiösen Herkunft der Tatverdächtigen und der Männermassen. Unterirdisch, unglaublich, brandgefährlich und manipulativ in höchstem Ausmaß verraten diese linken Frauen verraten in wenigen Tagen brachial und unglaublich undifferenziert alles wofür Feministinnen jahrzehntelang gearbeitet haben. Ich distanziere mich daher ausdrücklich als feministisch denkende Frau von dieser „links-feministischen“ Richtung und von der *ausnahmslos-Kampagne.

    Denn es geht um die Gewichtung. Erstmal sollte über die Gewalt gegen Frauen geredet werden und zwar unter Nennung der Fakten und auch der soziokulturellen Zusammenhänge der islamisch sozialisierten Aslybewerber und Flüchtlinge sprechen, die vor Ort waren ect.. Und dann sollte erst die Benennung (und zwar kurz und knapp und nicht endlos ausufernd) folgen, dass man sich von einem verallgemeinerndem Generalverdacht distanziert. Diese Gewichtung wird von den links-günen PolitikerInnen, den s.g. „Feministinnen“ der ausnahmslos-Kampagne und vielen links-grünen JournalistInnen komplett umgedreht und die Rassismus-Distanzierung wird erstmal in kompletter Breite ausgerollt, bevor dann mal was über die Gewalt gegen Frauen gesagt werden darf. Ich bin schon seit Mitte der 80er Jahre Feministin und weiß sehr gut, dass sexuelle Gewalt keine importierte neue arabische Erfindung ist. Aber sehr viele linksorientierte Frauen scheinen nicht zu sehen, dass sich hier gerade eine völlig andere Dimension anbahnt, die es so bislang in Deutschland nie seit 1945 gab.

    Ob solcher eindimensionalen Denkweisen bin ich heimatlos geworden seit dem Jahreswechsel. Heimatlos zum einen auf politischer Ebene nach 30 Jahren Rot-Grün-Links-Wahl. Diese Parteien werde ich nach den politischen Statements und Schwerpunktsetzungen und den vernebelnden und die Gewalt marginalisierenden Aussagen zum Thema Silvester nie mehr wählen. Heimatlos zum zweiten aber – und das wiegt erheblich schwerer und schmerzt mich unendlich mehr – auf weltanschaulicher Ebene als jahrzehntelange Feministin. Noch nie habe ich einen derartig wenig intelligenten, eindimensionalen, unhintefragenden, blinden, unkritischen und verleugnen-den Verrat der eigenen Ideale, Ziele, Weltsichten und vieljährigen Kämpfe erlebt wie in diesen 14 Tagen von grün-linker und s.g. „feministischer“ Seite. Frei gemäß dem Motto: ´Wenn die Tatsachen mit der Theorie nicht übereinstimmen – umso schlimmer für die Tatsache`.

    Warum hören sie auf, weiterzudenken? Warum hören sie auf, die Fakten zu benennen?
    Feige gefangen bis zur Selbstaufgabe im eigenen starren multikulturellen Wir-sind-doch-alle-gleich-Weltbild. Um nicht anschauen zu müssen, dass alle Menschen GLEICHWERTIG sind, aber – anders als gedacht, surprise – nicht alle Menschen/Männer GLEICH sind. Um nicht die brutale Gleichzeitigkeit aushalten zu müssen, dass einerseits die zahlreichen verschiedenen sexuellen Gewalttaten gegen Frauen an Silvester systematisch von Klein- und Großgruppen frauenverachtender und zur Gewalt gegen Frauen bereiter Männer begangen wurden, die lt. allerseits übereinstimmenden Beschreibungen aus einer Menschenmasse mit fast ausschließlich arabisch/nordafrik. Männern heraus agierten, vermutlich also auch aus solchen Region stammen, wo die islamische Religion kulturtragend ist PLUS dass die anwesenden Nicht-Täter in dieser Menschenmasse mit fast ausschließlich arabisch/nordafrik. Männern offensichtlich nicht in großen Mengen dagegen interveniert haben. Und dass andererseits GLEICHZEITIG nicht „alle“ arabisch/nordafrikanisch–stämmigen Männer /Asylsuchenden und auch nicht “alle” sonstigen Männer sexuelle Gewalt gegen Frauen begehen. Denn es gibt nie und nirgendwo ein“Alle“.

    Der springende Punkt ist, dass es nach Köln nicht darum geht, wer die Fakten benennt und sie damit für seine parteipolitischen Zwecke instrumentalisiert, sondern darum DASS die Fakten benannt werden: Wer hat die überaus zahlreichen gewalttätigen sexuelle Übergriffe gegen Frauen laut Zeugenaussagen verübt (in mehreren deutschen Städten und umliegenden Ländern) und wie! Also nochmal die Fakten:

    A) die Tatverdächtigen und die überwiegende Mehrzahl der Menschenmenge von 1000 – 15000 Personen waren aus großen und kleinen sehr aggressive Männergruppen zusammengesetzt, die sich lt. übereinstimmenden Zeugenaussagen und den veröffentlichten Polizeiberichten aus arabisch/nordafrikanisch ausssehenden Männern zusammengesetzt haben, die überwiegend nicht deutsch gesprochen haben. Ob diese 1000 – 1500 Männer alle aus Nordafrika kommen (wie die Berichterstattungen nun beginnen subtil zu suggerieren) weiß niemand. Hier beginnt das Land des subjektiven Glaubens … und ich persönlich glaube nicht, dass in dieser Nacht nur 1500 Männer aus Tunesien, Marokko und Algerien mit anerkanntem Asylstatus anwesend waren und alle anderen männlichen Flüchtlinge währenddessen in ihren Unterkünften gesessen sind. ochen haben.

    B) In den arabischen und nordafrikanischen Herkunftsländern ist der Islam als Staatsreligion und kulturprägend.

    C) Diese Form der sexuellen Gewalt kam so bislang in Deutschland nur außerordentlich vereinzelt vor, z.B. bei Gruppenvergewaltigungen. In einigen arabischen und nordafrikanischen Ländern kommt diese Form der Gewalt gegen Frauen durchaus vor und hat sogar einen Namen.

    D) Diese Form der sexuellen Gewalt gegen Frauen fand am 1.1.16 systematisch statt, 4 Monate nachdem am 5.9.15 die Grenze für flüchtende Menschen geöffnet wurde, die überwiegend aus arabischen und nordafrikanischen Staaten zu uns kommen und zu ca. 75 % aus jungen Männern bestehen.

    E) Lt. dem Einsatzbericht des Ministeriums des Inneren von Polizeipräsidenten Herrn Jäger vom 10.1. (seitdem gab es keine konkreten, der Öffentlichkeit bekanntgegebenen Zahlen von Seiten der Bundes- oder Kölner Polizei) war KEINER der 19 Tatverdächtigen, gegen die zu diesem Zeitpunkt ermittelt wurde, im Nafri-System (nordafrikanische Straftäter) erfasst und nur einer konnte der Gruppe der s.g. „Antänzer“ zugerechnet werden. 10 tatverdächtige Personen waren Asylbewerber und 9 illegal eingereiste Männer.

    GLEICHZEITIG

    F) begehen nicht „alle“ arabisch/ nordafrikanisch–stämmigen Männer/Flüchtlinge/Asylsuchenden und auch nicht “alle” sonstigen Männer sexuelle Gewalt gegen Frauen. Denn es gibt nie und nirgendwo ein „alle“.

    Thats it … und winden und winden und winden kann man wenn man das nicht benennen will. Aber das ändert nichts daran, dass es so ist. Ja, diese Gleichzeitigkeit der sich scheinbar widersprechenden Realitäten ist hart, das muss man anschauen und aushalten können, wenn das eigene zementierte Weltbild bricht. Dafür braucht´s unendlich Taffheit und Mut zur Ehrlichkeit. Viele dieser linke „Feministinnen“, Journalistinnen und Politikerinnen mit ihren, die Komplexität der Realität ausblendenden Aussagen gießen lieber aktuell rasend schnell eine große Menge von Benzin auf einen zunehmenden Flächenbrand von frauenverachten-der und frauendiskriminierender Gewalt, deren Ende nicht absehbar ist. Werfen damit die feministische Bewegung um Jahrzehnte zurück. Und verraten alle die feministischen Frauen, die das immer schon ausgehalten haben und die Dinge trotzdem so benannt haben, wie sie sind und nicht so, wie sie sie gerne gehabt hätten. Danke an dieser Stelle an Sigrid Rüger für dieses Taffheit.

    Was sehr viele linke „Feministinnen“, Journalistinnen und Politikerinnen jedoch seit 14 Tagen betreiben, ist Täter-Opfer-Umkehr in Reinkultur durch Relativierung und nicht Benennung der vermutlichen Tatverdächtigen incl. ihres zu vermutenden religiös-kulturellen Hinergrundes. Sie lassen zu, dass das Sexismus-Thema als Nebenschauplatz einer schon lange geführten Anti-Rassismus-Debatte instrumentalisiert wird. Sie verschleiern und ignorieren, dass es um brutalsten Sexismus mit islamisch-sozialisierten Hintergrundzusammenhängen geht. Und erstmal sowas von überhaupt nicht um Rassismus, welche Idioten sich das auch immer wie instrumentalisieren wollen. Es geht nicht um sie, es geht nicht um Pegida-Deppen & Co.,es geht nicht um einen Generalverdacht, es geht nicht um die Rassismus-Debatte. Es geht hier ERSTMAL NUR um die Frauen in Köln und anderen Städten und um die ungeheuerlichen gewalttätigen massenhaften sexuellen Bedrohungen von Köln und für Frauen im öffentlichen Raum – und sonst geht es erst mal um gar nichts! Alles andere ist manipulative Instrumentalisierung durch die links-grüne Anti-Rassismus-Bewegung. Und was auch immer die nachwachsenden gender-studierten s.g. „Feministinnen“ postulieren, die beiden Begriffe sind keine Synonyme und brachialer Sexismus läßt sich nicht unter dem Oberbegriff Rassismus subsumieren.

    Und es geht nicht um das Ego auch nur eines einzigen muslimisch-stämmigen Mannes hier oder eines einzigen Asylbewerbers oder eines einzigen Flüchtlings, der sich unter Generalverdacht gestellt sieht. Wie der türkische Mann, der sich selbst bedauert, weil die Frauen in der U-Bahn jetzt immer ihre Taschen festhalten, wenn er vorbeigehen würde. Oh, der arme arme Mann! Mein herzliches Beileid für ihn, dass er jetzt diese Blicke aushalten muß. Das ist wirklich schlimm, wahrscheinlich viel schlimmer als die Situation in Köln für die Frauen…ja. Für muslimisch-stämmige Männer geht es darum, den Opfern und allen Frauen hier im Land ihre Empathie und ihr Verständnis auszudrücken, weil diese nun alle mehr Angst haben und mehr Unsicherheit fühlen und sich mehr bedroht fühlen werden (und zwar von muslimisch-stämmigen Männer und nicht von, sagen wir mal, chinesisch-stämmigen Männern). Das ist nicht schön, das ist nicht gerecht, das ist nicht politisch korrekt, das passt nicht ins Multi-Weltbild, das ist nicht rational – das ist ein gefühlter Zustand, eine Emotion … wie Empathie. Der junge Syrer, der sich sehr früh mit seinem selbst gemalten Plakat vor den Dom gestellt hat und sich bei den Frauen entschuldigt hat, obwohl er sicherlich nicht dabei war (Fotos in der Hufflington Post) , der hat das verstanden. Jenseit grammatikalischer Fehler, denn es war eine Herzenssprache, mit der er da sein Plakat gemalt hatte. Für mich war das fast das einzige Statement nach Köln, das mir in meiner Wut und Verunsicherung als Frau geholfen hat. Ich danke ihm dafür!

    Als Randnotiz will ich auch noch anmerken, dass ich dieses auffällig unintelligenten Oktoberfest-Vergleiches unendlich leid bin, den die links-grüne Fraktion seit ca. 1 Woche mantramäßig wiederkäut, um die Vorgänge in Köln zu relativieren. Was für ein unterirdisch eindimensionaler, ahnungsloser und schwachsinniger Vergleich … ohne Ahnung von der Materie, einfach mal hochidiotisch rumgeschwätzt und wahrscheinlich noch nie im September in München gewesen. Denn das Oktoberfest ist im September, falls es die Menschen die es jetzt gerne als saudummen Vergleich heranziehen nicht wissen, so sie überhaupt je dort waren. Ich habe jahrelang als Zigarettenverkäuferin und Wies´n-Bedienung gearbeitet und die Dimension der – natürlich vorhandene- sexuelle Gewalt auf der Wies´n steht noch nicht mal auf molekularer Ebene in Relation zu den Ereignissen an Silvester. Ich erwarte eigentlich auch bei solchen Schein-Argumenten ein Minimum an seriöser journalistischer Recherche incl. der Nennung von belegten Zahlen und Statistiken von denen man dann auf eine Dunkelziffer hochrechnen kann. Das fehlt bei solchen Vergleichnennungen natürlich fast immer, den Zahlen sind nicht manipulierbar, daher passen sie nicht ins links-alternative Konzept.

    Die einzige, die mal wieder brachial ehrlich und ohne Maulkorb die Klappe aufmacht ist Old Alice – was auch immer an ihr kritisieren kann (und da gibt es einiges über die Jahre, auch ohne Steuerhinterziehung) – Fakt ist, sie sprach schon Klartext und kämpfte für die Gleichwertigkeit von Frauen, als die meisten der nachwachsenden Zwanziger- bis Mitdreissiger-„Feministinnen“ noch Moleküle im Weltall waren und marginalisiert auch jetzt nichts von den Fakten, daher: Danke Alice!

    Hier abschließend einer der sehr raren guten Beiträge zum Thema, der die Dinge beim Namen nennt:
    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/eins_zu_eins/videofrauenrechtlosmaennermachostypischislam100.html

    Und nun noch zur Irritation für das Schwarz-Weiss-Weltbild:
    Ich bin Sozialpädagogin, Feministin seit 30 Jahren, mit 20 aus der Kirche ausgetreten, ehemalige jahrzehntelange rot-grün-Wählerin, erstmals mit dem Islam in Brührung gekommen mit 25 als ich eine 17-jährige Türkin versteckt habe die zwangsverheiratet werden sollte

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    Verfasst von Claudia Andrea | 21. Januar 2016, 22:15

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