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Asien, Ausland

Harte Streikkämpfe in Korea (Süd) – Proteste auch in Japan gegen die Repression

12341636_487712801398549_7119906310141438168_nvon https://nemetico.wordpress.com

Seit April diesen Jahres führt der kämpferische koreanische Gewerkschaftsdachverband  KCTU einen zähen und ausdauernden Kampf gegen eine Welle neuer repressiver Gesetze, die von der rechten Regierung im Parlament durchgedrückt wird.  Der Kampf wird insbesondere von Seiten der Regierung und der Polizei mit großer Härte geführt. Schon im April wurde eine Großdemonstration des KCTU gegen die reaktionären Gesetze für illegal erklärt.
http://www.channelnewsasia.com/news/asiapacific/south-korean-union/1805256.html
Am 16. Dezember hat der KCTU nun wieder einen “Generalstreik” (die vierte Welle)* gegen die repressive antigewerkschaftliche Gesetzgebung der rechten Regierung eingeleitet. Dieser “Generalstreik” ist kein Generalstreik im wahrsten Sinne des Wortes. Aber  150,000 Arbeiter sind aufgestanden, und zwar die Metallarbeiter an der Spitze. In ganz Südkorea (nämlich an 12 Orten) wurden die Großkundgebungen für einen landesweiten Generalstreik veranstaltet.
Zuvor wurde der Präsident des Gewerkschaftsdachverbandes KCTU, Han Sang-Kyun, am 10. Dezember im Jogye Temple  verhaftet und sitzt seitdem im Gefängnis. Die Anklage gegen ihn lautet auf “Aufruhr” bzw. Volksverhetzung”.

Verhaftung des KCTU-Präsidenten

Die koreanische Online-Publikation Hankyoreh schreibt:
The police denied a request by an official from the International Trade Union Confederation (ITUC) to meet with Han Sang-gyun, president of the Korean Confederation of Trade Unions (KCTU), who is being held at Namdaemun Police Station in Seoul, citing concerns that he might “destroy evidence.” The ITUC objected that this was absurd and inhumane.
Sogar Beobachtern der internationalen Gewerkschaftsföderation ITUC wurde demnach verweigert, Han Sang-Gyun zu besuchen, weil dies zur “Vernichtung von Beweisen” führen könne.
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Aufmerksam auf diese Kämpfe wurde ich durch eine Mitteilung japanischer Freunde:
In Solidarität mit diesem Kampf des KCTU haben auch wir (die Doro-Chiba-Strömung)  gestanden.
In der Stadtmitte von Tokio haben wir am Mittag vor der südkoreanischen Botschaft eine Protestaktion gemacht und haben abends eine Solidariatätskundgebung (mit Demonstration) gemacht.
Der folgende Kurzfilm (leider ohne deutsche oder englische Untertitel) gibt einen Eindruck der kämpferischen internationalistischen Atmosphäre der Protestaktion  der klassenorientierten gewerkschaftlichen Doro-Chiba-Bewegung vom 16.12.2015 vor der südkoreanischen Botschaft in Tokio:
Berichterstattung über diese Vorgänge in Ostasien werden sich in unseren weißgewaschenen NATO-Medien nicht finden, keine Spur. Um so wichtiger ist die Aufgabe des “Journalismus von unten”, dieses Schweigen zu durchbrechen. Sobald ich nähere Details in Erfahrung bringen kann, werde ich sie in diesem Blog auch posten.

Aktuelle Nachrichten über den Kampf des südkoreanischen Gewerkschaftsverbandes finden sich auf folgender beachtenswerter facebook-Seite:
https://www.facebook.com/kctueng/

(Diese facebook-Seite ist aktueller als die leider schlecht gepflegte offizielle englischsprachige Webseite des KCTU http://kctu.org/)

Von dort:

KCTU launched a 2-nights-and-3-days stay-in protest in front of the National Assembly Hall to stop passage of regressive labour laws revision. KCTU affiliates will relay strikes on 28-30, December. In relation to the Nov 14 demonstration only, 8 are detained, 4 are about to be detained (the warrants are being reviewed), 5 are facing arrest warrant, and 229 have been summoned, as of today. In total 79 trade unionists and activists are in jail today.

Ein eindrucksvolles Video einer Protestveranstaltung Anfang Dezember:

Ich rufe auf zur Solidarität mit den koreanischen Kolleginnen und Kollegen durch die Weiterverbreitung von Nachrichten aus diesem Land. Wenn eines sicher ist: unsere Mainstream Medien werden das NICHT tun.

https://nemetico.wordpress.com/2015/12/29/harte-streikkaempfe-in-korea-sued-proteste-auch-in-japan-gegen-die-repression/

 

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