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Kultur, Satire

Abschaffung kirchlicher Feiertage in Deutschland

Benediktollah XVI Benedikt Papst Ruecktritt Glaubenskrieg Weltuntergang Apokalypse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von Wilfried Kahrs – http://qpress.de

Deutsch-Absurdistan: Die Gedankenspiele werden immer lauter und die Diskutanten immer prominenter. Warum sollten wir heute noch kirchliche Feiertage in Deutschland als gesetzliche Feiertage beibehalten, Staat und Kirche sind doch schon eine Weile getrennt (in einigen Jahren vielleicht nicht mehr). Immer mehr Menschen interessieren sich überhaupt nicht mehr für Kirche und Religion, infolgedessen ist es ein nachvollziehbarer Gedanke solche Feiertage aus dem Kalender zu streichen. Darüber hinaus trägt es maßgeblich zur Völkerverständigung bei, denn so können wir unseren vielen zugereisten Facharbeitern signalisieren, wie wertvoll sie sind.

Da viele unserer Neubürger es mit ihrer Religion allerdings um einiges ernster meinen als wir hier mit unserer, sollten wir uns gerade davor hüten, andere gesetzliche und religiöse Feiertage stattdessen einzuführen. Das wäre zwar integrationsfreundlich, aber langfristig einfach zu unproduktiv. Eher ist es angezeigt, als Krönung jahrzehntelanger Gewerkschaftsarbeit die Arbeitswoche auf 7 Tage auszudehnen. Das schafft viel mehr Frieden in einer Konsum-Rausch-Gesellschaft, als wir bis heute bereit sind uns einzugestehen. Insoweit wäre womöglich die Kombination aus 7 Tage Arbeitswoche und Abschaffung aller religiösen Feiertage die rettende Idee. In jedem Falle würde es allerhand Belebung ins Geschäft bringen, sofern wir uns zeitnah genug auf die verbindenden Werte verständigten. Da scheint es welche zu geben.

Nehmen wir einfach mal diesen Vorstoß: Auch mal 12 Stunden • Arbeitgeberpräsident will 8-Stunden-Tag abschaffen[LOCUS auf Linie] und uns alle damit ein wenig flexibler werden lassen, was aus Gründen einer optimalen Verwertbarkeit der Arbeitskraft schon zutreffend sein sollte. Statt hirnisssiger, starrer Arbeitstage käme dann endlich die lang ersehnte Freiheit und Flexibilität der Unternehmer zum Zuge, was mit der rasch zunehmenden Verfügungsmasse Mensch dann auch locker realisierbar wäre. Wenn wir dieses Dogma ein wenig ausweiten, müsste sich eine solche Flexibilität doch auch bei den Feiertagen realisieren lassen.

Wir müssen dabei nicht gänzlich auf Religion verzichten, wenn wir uns darüber einig sind, dass alle Neubürger und auch die hier aufgewachsenen Menschen an einem Punkt dieselbe Religion teilen, die des Konsums und des Geldes. Man könnte zur Ankurbelung und Verehrung des Konsums statt der gesetzlichen Feiertage zusätzliche Shopping-Happenings einrichten und dafür halt gesetzliche Feiertage unter der Woche streichen. Solche Shopping-Sonderfeiertage könnten genauso flexibel gehandhabt werden wie die künftigen Arbeitszeiten selbst. Wenn beispielsweise eine englische Prinzessin mal wieder Nachwuchs wirft, könnte man einen Royal-Flash-Shop-Mob-Day ausrufen.

Oder aber, wenn wir wieder einmal siegreich aus einer “humanitären Aktion” hervorgehen, beispielsweise Leute wie Saddam Hussein, Muammar al-Gaddafi oder demnächst vielleicht Baschar al-Assad von diesem Planeten geschubst haben, könnten ebenso spontan weitere Siechesfeiern mit Special-Shopping-Events für die Konsum-Enten honoriert werden. Sicher würden wir weitere, vielfältige Spontan-Anlässe finden, die auch regierungsseitig kurzfristig angeordnet werden könnten, um etwaige Defizite im Konsum auch kurzfristig ausgleichen zu können. Und wenn nicht konsumiert wird … wird gearbeitet! Das separat zu erörternde Thema, unproduktiver Freizeit, wollen wir an dieser Stelle nicht weiter vertiefen, obgleich es zu dem Themenkomplex dazugehört.

Sehen wir noch etwas intensiver auf die bisherigen Propagandaanstrengungen Bemühungen, sich dieser sakralen Feiertage zu entledigen – hier so eine subtile Geschichte: Schafft endlich den Pfingstmontag ab![DIE•FÄLLT], das lässt ja an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. aber hier sind natürlich die Massenmedien nicht ganz alleine, sie können mit einer breiten Unterstützung aus der Berliner Bannmeile rechnen: Große Koalition: Weihnachten künftig nur noch ein Feiertag[Neuste Nachrichten]. Gerade aus letzterem Beitrag ist zu erkennen, dass die Abschaffung kirchlicher Feiertage absoluter Volkswille ist, sonst würde sich die Volksvertretung dahingehend nicht so intensiv aus dem Fenster hängen und schon gar nicht an Weihnachten vergreifen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die anstehenden Umwälzungen ein interessantes Konglomerat sind, dem wir uns aktuell gegenübersehen. Volllaien reden gar von einem Paradoxon, wonach die stets weniger werdende Arbeit von immer mehr Leuten unter Ausdehnung der Arbeitszeiten und des Renteneintrittsalters erledigt werden muss. Das erfreuliche Ergebnis sind rapide sinkende Löhne, die jedes Unternehmerherz höher schlagen lassen. Die Leute sind in jedem Fall bis kurz vor ihrem Tod gut beschäftigt und kommen so nicht auf dumme oder gar herrschaftsfeindliche Gedanken. Und nicht zu vergessen, die Erhöhung der Abgaben auf die Arbeit, damit in Zukunft auch die Zinsen auf die Staatsschulden noch gezahlt werden können. Nach dem Ende der Nullzinsphase muss sich endlich auch das Großkapital wieder deutlich erholen können. Litt doch das eine Prozent unserer Gesellschaft gerade unter schwersten Renditeeinbrüchen, die uns fast ruiniert hätten. Aber immerhin wissen wir seither (den Bankenrettungen), wofür wir so hart schuften. Und um auch wieder beim Glauben zu enden: wenn der alte Benetiktollah XVI mit seinem stumpfen Glaubensschwert schon abtritt, ist nur noch ein scharfer Euro schneidig genug, um das Konsum-Volk entweder zu bekehren oder endgültig zu enthaupten.

http://qpress.de/2015/12/20/abschaffung-kirchlicher-feiertage-in-deutschland/

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