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Debatte, Linke Bewegung

Der Niedergang der Linken in Deutschland

Bis in die späten 1960er gab es eine über 100 Jahre andauernde Phase, in der deutsche Kommunist*innen zu den globalen Vorreitern in der Produktion emanzipatorischen Gedankenguts zählten, bahnbrechende Ideen formulierten, sich unter Lebensgefahr für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzten und dabei einen bedeutenden gesellschaftlichen Einfluss ausübten. Diese Tradition reicht von Karl Marx, Rosa Luxemburg und Clara Zetkin bis zur Frankfurter Schule, Bertolt Brecht und Rudi Dutschke. Doch in den letzten 45 Jahren hat dieser Einfluss immer mehr abgenommen.

In den letzten 15 Jahren haben wir in Deutschland lediglich zwei große zivilgesellschaftliche Proteste erlebt, und zwar gegen den Irak-Krieg (2003), wo am 15.02.2003 weltweit ca. neun Millionen Menschen in der größten Friedensdemonstration der Geschichte demonstrierten. Und die Proteste gegen TTIP am 10.10.2015, wo bis zu 250.000 Menschen in Berlin auf die Straße gingen. Hinzu kommen kleinere jährliche Demos wie zum 1. Mai oder Blockupy. Bei den beiden großen Massenprotesten gab es einflussreiche Linke, die sich für den Irak-Krieg aussprachen oder jüngst die TTIP-Demo als rechts bezeichneten. Dies spiegelt die anti-emanzipatorischen Züge von gewissen linken Personen des öffentlichen Lebens in Deutschland wider.
Historisch betrachtet wurde der Niedergang der links-emanzipatorischen Vorreiterrolle besonders in den 1990er Jahren deutlich als von den bekannten linken deutschen Philosophen nur noch Jürgen Habermas übrig war. Ein Intellektueller, der den NATO-Krieg gegen Serbien (1999) rechtfertigte und bis heute das liberale Projekt der EU befürwortet. Der wohl einflussreichste linke Politiker der späten 90er Jahre, Joschka Fischer, wurde mit der Bombardierung Serbiens zum Kriegstreiber par excellence. Einer der renommiertesten linken Literaten, Hans Magnus Enzensberger, rührte ebenfalls die Kriegstrommel als er sich für den Irak-Krieg (2003) aussprach. Diese Kriegslüsternheit von Grünen und Sozialdemokraten sowie die zunehmende Unterwanderung der radikalen Linken mit neokonservativem Gedankengut durch „Antideutsche“, insbesondere seit der Wiedervereinigung, haben unter anderem den Weg dafür geebnet, dass Publizisten, die nicht der klassischen Linken angehören, wie Jürgen Todenhöfer und Ken Jebsen, zum Teil die Rolle übernommen haben, die traditionell der Linken zukam.
In Deutschland gewinnt die Vorstellung, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit abgeschafft gehört – außer in Bezug auf Geflüchtete ohne Aufenthaltsgenehmigung – immer mehr an Zustimmung. Sie hat auch schon längst den liberalen Mainstream, die Massenmedien und die gesellschaftliche Mitte erreicht. Die Diskriminierung nichtweißer deutscher Staatbürger*innen und Menschen mit uneingeschränkter Aufenthaltserlaubnis ist zumindest rechtlich gesehen unzulässig, auch wenn es in der Praxis natürlich anders aussieht. Während Islamophobie und Rassismus gegenüber nichtweißen Menschen immer noch sehr weit verbreitet sind und sogar in den letzten Jahren stark zugenommen haben, hat die Diskriminierung gegen LGBTQS und Behinderte in den letzten Jahrzehnten allmählich abgenommen. Darüber hinaus gab es vor allem Fortschritte was LGBTQ- und Behindertenrechte angeht. Dies sind wichtige Erfolge, sie ändern aber weder etwas an den Herrschaftsverhältnissen, die überwiegend von älteren weißen heterosexuellen Männern bestimmt werden noch an den allgegenwärtigen kapitalistischen Strukturen. Angesichts der Tatsache, dass sich mittlerweile fast alle linken und liberalen Strömungen gegen die Diskriminierung von LGBTQS und Behinderten aussprechen, sollten radikale linke Positionen sich meines Erachtens vor allem daran messen, wie man sich gegenüber den Auswüchsen des Kapitalismus, Imperialismus und Neokolonialismus positioniert und verhält, aber auch inwiefern man sich für die Rechte und den Schutz von Asylsuchenden einsetzt und dem anti-muslimischen Rassismus sowie der Blut- und-Boden-Ideologie entgegenwirkt.

Dass eine genuin sozialdemokratische Partei wie die Linkspartei heute als einzige linke Kraft – mit nicht einmal 9% Wählerstimmen – im Bundestag sitzt, sagt viel über den desolaten Zustand der Linken in der BRD aus. Die bekanntesten linken deutschen Politiker, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, sind zwar gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr und leisten wichtige Oppositionsarbeit, z.B. in Bezug auf Arbeitnehmer*innen- und Bürgerrechte. Aber auch sie vertreten Positionen, die in Teilen nicht viel mit Emanzipation zu tun haben, sondern in gewisser Hinsicht sogar klare Doppelstandards widerspiegeln, ganz zu schweigen von ihrem äußerst zahmen Antikapitalismus. Gysi etwa vertritt pro-israelische Positionen. Zuletzt wurde das bei der „Toiletten-Gate-Affäre“ deutlich, wo er das Redeverbot, welches den jüdischen Autoren David Sheen und Max Blumenthal erteilt wurde, unterstützte, während er sich auch schon öffentlich gegen eine Einstaatenlösung in Israel/Palästina und die Gaza-Flotille ausgesprochen hat. Oskar Lafontaine wiederum denkt bereits laut über die Begrenzung des Nachzugs von Familienmitgliedern von Asylsuchenden nach. Dieses Messen mit zweierlei Maß, wenn es um Palästinenser*innen (siehe auch die Positionen von Jutta Ditfurth) oder Geflüchtete geht, ist innerhalb verschiedener Strömungen des linken Spektrums in Deutschland weit verbreitet.

Einer der beliebtesten radikalen linken Journalisten in Deutschland, Marcus Staiger, ist ebenfalls ein Meister der Doppelstandards und kann sich ausgezeichnet in eine Reihe mit den mit zweierlei Maß hantierenden linken Politikern stellen, die ich oben erwähnt habe. Zwar vertritt er in der Theorie eine Reihe von fortschrittlichen Ansätzen. In der Arbeitspraxis jedoch, wird die Analyse nur äußerst inkonsequent umgesetzt. Denn er schafft es kaum über seinen deutschen Tellerrand zu schauen. So kommt es, dass er schon öfters Rapper und deren Songs zerrissen hat, die Verschwörungstheorien propagieren sowie Israel und die USA kritisieren, während er gleichzeitig homophobe, sexistische und gewaltverherrlichende Alben, Songs und Statements unkommentiert lässt, Rapper nicht selten unkritisch interviewt bzw. rezensiert und ihnen eine Plattform bietet.
Bei dem desolaten geistigen Zustand des Mainstreams der radikalen Linken in Deutschland, ist es kaum verwunderlich, dass bundesweit ein Großteil der Antifa-Gruppen und mit Ums Ganze eines der einflussreichsten Bündnisse der radikalen Linken zu einem nicht unerheblichen Teil aus „Antideutschen“ bestehen. Die beliebtesten Rap-Gruppen innerhalb der „radikalen Linken“ – die Antilopen Gang und Teile der TickTickBoom-Combo um die Labels Audiolith und Springstoff – sind ebenfalls pro-israelisch und pro-USA.

Die Tatsache, dass die oben genannten Personen und Gruppen innerhalb der „radikalen Linken“ dermaßen breite Zustimmung erfahren und ihre fragwürdigen politischen Positionen und Praktiken unhinterfragt akzeptiert oder sogar befürwortet werden, sagt auch viel über die Doppelstandards und mangelnde Radikalität linksradikaler Strukturen und Individuen aus. Vor allem die Doppelstandards in Bezug auf Israel/Palästina, die pro-US-Haltung, der anti-muslimische Rassismus und die eurozentrische Überheblichkeit von Teilen der Linken führen dazu, dass linke Kräfte besonders für Menschen mit „Migrationshintergrund“ nicht so attraktiv sind, wie sie es sein könnten.

Der weit reichende Einfluss der „Antideutschen“ ist unter anderem eine Konsequenz der Schwäche anti-imperialistischer Strömungen innerhalb der radikalen Linken. Gleichzeitig wird die die Attraktivität der radikalen Linken durch die Verbreitung der „antideutschen“ Ideologie geschwächt.

Während die antideutsche Linke lediglich die abstrakten Bewegungsgesetze des Kapitals für die Missstände im Kapitalismus verantwortlich macht und daher die personalisierte Kapitalismuskritik und den Klassenkampf ablehnt, ist es beim Mainstream der anti-imperialistischen Linken und der neuen Friedensbewegung – mit einer Reihe von Ausnahmen wie Reiner Braun und Pedram Shahyar – oftmals umgekehrt. Diese Kräfte sehen in Russland und den BRICS-Staaten eine Alternative zum US-Imperialismus. Es stimmt zwar, dass die BRICS ein Gegengewicht zur expansiven NATO-Politik darstellen und in Zukunft durch ein Gleichgewicht der Kräfte den US-Imperialismus eindämmen könnten. Die Kapitalismuskritik der BRICS-Befürworter ist allerdings häufig verkürzt, da sie sich oft auf Bank- und Zinskritik und die Schelte finanzkapitalistischer Spekulationen beschränkt, ohne auch die Ausbeutungsmechanismen des kapitalistischen Systems als Ganzes zu erkennen, die sowohl beim produktiven als auch beim spekulativen Kapital zum Tragen kommen. Sie verschließen oftmals die Augen vor dem russischen und chinesischen Imperialismus sowie den massiven Menschenrechtsverletzungen und dem antidemokratischen Charakter dieser Staaten. Die Bourgeoisie dieser Länder wird als kleineres Übel betrachtet. Die BRICS-Staaten und deren Neue Entwicklungsbank (NED) werden zur Alternative zum Dollar-Imperialismus hochstilisiert, während die Auflösung des Antagonismus zwischen Kapitalist*innen bzw. Staat und Lohnarbeiter*innen bestenfalls in den Hintergrund gerät. Es wird beinahe komplett ausgeblendet, dass eine neue Weltordnung unter der Ägide von China, Russland und Indien lediglich eine Machtverschiebung innerhalb derselben Logik der Kapitalverwertung und keine Befreiung der Unterdrückten bedeuten würde. Daher tragen diese Positionen bis zu einem gewissen Grad auch anti-amerikanische Züge.

Aber nicht nur in Deutschland ist es schwierig öffentliche Intellektuelle oder eine breite soziale Bewegung mit Massenanreiz zu finden, die sowohl emanzipatorisch und fortschrittlich in Bezug auf Kapitalismus- und Imperialismuskritik, Israel/Palästina als auch in Sachen Geflüchtete und Rassismus sind. Der weltweit bekannteste kommunistische Intellektuelle des 21. Jahrhunderts ist der slowenische Philosoph, Kulturkritiker und Theoretiker Slavoj Žižek. Er bildet zwar einen systemkritischen Gegenpol zum liberalen Mainstream und hat wichtige theoretische Werke verfasst, die zum besseren Verständnis des sozio-ökonomischen, politischen und kulturellen Weltgeschehens beitragen. Dennoch sprach er sich zuletzt für die Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Geflüchteten aus und hat in ahistorischer und essentialistischer Manier behauptet, dass die Kultur der Asylsuchenden mit westlichen Werten der Menschenrechte nichts gemein hätte. Žižek propagiert zwar den Klassenkampf, aber leider auf Kosten der Geflüchteten, die er auf übertriebene Art und Weise als das „Andere“ brandmarkt. Kulturelle Differenzen von Menschen aus ein- und demselben Kulturraum und Gemeinsamkeiten sowie geteilte Wertevorstellungen von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen werden dabei einfach ausgeblendet. Die Beliebtheit dieser eurozentrischen Popfigur der radikalen Linken ist unter anderem ein Zeugnis ihres aktivistischen und intellektuellen Verfalls, besonders wenn man ihn mit radikalen linken Aktivisten und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts vergleicht, wie z. B. Che Guevara, Jean-Paul Sartre, Malcolm X, Frantz Fanon, Antonio Gramsci und Edward Said.

Im Großen und Ganzen ziehen Deutschland und Europa im Vergleich zu den USA wohl den Kürzeren, wenn es um die intellektuelle Dynamik innerhalb der radikalen Linken geht. Die besseren akademischen Berufschancen, die rückschrittlichere politische Landschaft und die stärkeren wirtschaftlichen Zwänge der unteren Klassen in den USA spielen dabei mit Sicherheit eine gewisse Rolle. Abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie dem britisch-pakistanischen Autor, Filmemacher und Journalisten Tariq Ali sucht man hier jedoch vergeblich nach bekannteren europäischen Aktivist*innen und Intellektuellen mit dem Kaliber von Noam Chomsky, Judith Butler, Cornel West, David Harvey, David Graeber, Naomi Klein oder Fredric Jameson. Dass Englisch als internationale Lingua Franca fungiert, kommt diesen öffentlichen Intellektuellen natürlich zugute und es gibt durchaus auch andernorts Intellektuelle von diesem Schlage, nur dass sie deutlich weniger bekannt sind. Viel eher wird man in Deutschland fündig, wenn man in die Kunst- und Kulturszene schaut. Satiresendungen wie Die Anstalt, Kabarettisten wie Volker Pispers und Musiker wie Konstantin Wecker sind wohl – mit wenigen Ausnahmen wie Jakob Augstein und Sahra Wagenknecht – fortschrittlicher als ihre namhaften Pendants in Presse, Politik und Wissenschaft. Während also das US-Imperium die Welt mit Kriegen übersät, wären amerikanische (und selbst britische) Verhältnisse, was den Zustand der radikalen Linken Intelligenz in Deutschland angeht, sicherlich erstrebenswert.

Bezüglich sozialer Bewegungen, könnte der Westen wiederum von den Erfahrungen des globalen Südens profitieren. Der Arabische Frühling hatte damals die Occupy-Bewegungen in den USA und Europa stark beeinflusst. Wünschenswert wäre es, wenn linksradikale Strukturen den Internationalismus ernster nehmen und sich vermehrt mit den Kämpfen von Bewegungen wie den Zapatistas (Mexiko), den Kräften in Rojava (Syrien) oder den Naxalit*innen (Indien) solidarisieren und vernetzen bzw. sich von ihnen inspirieren lassen würden. Denn letztendlich kann der Kapitalismus nur global überwunden werden. Der Aufbau des Sozialismus in einem Land ist auf längere Sicht zum Scheitern verurteilt. Insbesondere, wenn er nicht in den wirtschaftlich fortgeschrittenen Industrienationen stattfindet, wie uns die Geschichte des realexistierenden Sozialismus gezeigt hat.

Quelle: https://www.facebook.com/kavehtracks/?fref=ts

http://diefreiheitsliebe.de/politik/der-niedergang-der-linken-in-deutschland/

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Diskussionen

11 Gedanken zu “Der Niedergang der Linken in Deutschland

  1. die arbeiterklasse hat sich ja 1990 ohne Nachzudenken ihre alten Herren selber wieder zurückgeholt..-statt etwas neues , eigenes nach dem Stalinismus -sozialismus 1.0 aufzubauen…weil sie dachten…die Herren bringen mehr zustande als das freie volk selber…irgendwie ist die basis -demokratie +selbstprganisat. schnell wieder gescheitert, wie schon bei den Sowjets 1924….die Menschen können wahrscheinl. bisher nur unter einem „Führer “ leben ..und der nächste in der reihe steht sicher schon bereit..

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    Verfasst von Tom | 11. Dezember 2015, 16:59
  2. Kaveh verkennt die wichtige positive Rolle des Erstarkens der BRICS-Staaten. Gerade in Syrien sieht man, wie notwendig ein auch militärisch starker Gegenpol zum US-Imperialismus ist.
    Kaveh hat keine Alternative zum Aufbau einer multipolaren Welt, der „Klassenkampf“ in einzelnen Ländern wird unter der aktuellen Dominanz des zionistisch geprägten US-Imperialismus keine Chance haben, siehe z.B. Lateinamerika oder arabischer „Frühling“. Wie stark dieser Einfluss der zionistischen Lobby ist, hat das Parteibuch am Beispiel des Vorwahlkampfes in den USA genau analysiert:
    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2015/12/11/panik-im-us-establishment/
    Wir haben keine Alternative zur Unterstützung der Kampfes der BRICS-Staaten zum Brechen der US-imperialistischen Dominanz!

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    Verfasst von asmacher | 11. Dezember 2015, 11:46
    • gegengewicht zu US is natürlcih gut..+zu begrüssen, auch die multipol. welt….ob das die Lösung für die sozialen probleme und konflikte bringt, die es ja auch in russland+chinea zu hauf gibt, is ja ne ganz andere frage

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      Verfasst von Tom | 11. Dezember 2015, 17:02
  3. der undemokratische +ineffiziente Typ-Stalin „sozialismus“ den der Autor anspricht, ist eh tot , und zu recht untergegangen , wenn eine neue gesellschaftsordnung eine chance haben soll, da müssen sich die arbeiter aber mal was besseres einfallen lassen , sonst wird das nichts, auch nicht in einem hochentwickelten land

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    Verfasst von Tom | 10. Dezember 2015, 20:12
  4. „weltweit bekannteste kommunistische Intellektuelle des 21. Jahrhunderts ist der slowenische Philosoph, Kulturkritiker und Theoretiker Slavoj Žižek.“–den kennt kein Mensch ….

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    Verfasst von Tom | 10. Dezember 2015, 20:03
  5. Linke und Die Flüchtlinge (grösstenteils Armutsmigranten )
    sämtliche Linke medien können bis heute nich erklären, was denn die Aufnahme von Milionen Elendsflüchtlingen (die aus wirklichen Kriegen mal ausgenommen ), mit linkem oder sozialistischem gedankengut zu tun hat…..sie behaupten immer nur, es wäre reaktionär +rechts , diese nicht alle reinzulassen….können es aber garnicht begründen.
    Den umgekehrten Gedanken scheuen sie. Diese Flüchtenden, die offensichtlich unwillig sind , in ihren arabischen u. afrikanischen Ländern für ihre Zukunft den Klassenkampf zu führen , sich zu organisieren u. sich mit den korrupten Herrschern dieser länder anzulegen.daswäre die eigentliche progressive rolle , die sie spielen müssten..
    Staatdessen sich aufmachen an die letzten noch verbliebenen Fleischtöpfe , resutate von 100 jahren kampf der europ. arbeiterbewegung, die selber schon im Niedergang sind..was hat das mit links zu tun?
    Die gehen halt auch einfach den easy-way.
    solange der Kapitalismus existiert, sind nun mal die arbeitsplätze begrenzt..und die Ankömmlinge sind das ideale Mittel, um sie gegen die Ortsansässigen auszuspielen. wodurch automatisch konflikte entstehen.
    Ihren Herkunftsländern wird damit auch ein schaden verursacht, da die Verhältnisse dort sich noch in 100 jahren nich bessern , wenn der aktivste Teil des volkes sich davonmacht.
    das thea müsste mal eingehend diskutiert werden, schon jetzt wenden sich viele von den Linken ab,weil sie deren migrationspolitik nich verstehen .

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    Verfasst von Tom | 10. Dezember 2015, 19:59
  6. Vielleicht liegt es ja daran, dass die politische Linke eine gewachsene Institution ist, wenn auch gesellschaftlich nicht sehr bedeutend. Gewachsen heißt, sie ist seit über hundert Jahren politisch pressend und daher eine feste Größe im kapitalistischen System aber, zumindestens was die Nachkriegszeit betrifft, ohne wirklich maßgeblichen Einfluß was linke Politik betrifft. Denn dass linke Parteien regieren, bedeutet nicht das es zur Realisierung linker Politik kommt. Linke Parteien haben sich sozusagen im System verschlissen oder anders ausgedrückt, der kapitalistische Herrschaftsapparat hat die Linke voll im Griff.

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    Verfasst von Karfeld | 10. Dezember 2015, 19:06
  7. Die Linke hat bis zum heutigen Tage nicht verstanden, dass es um die Kräfteverhältnisse in den Gesellschaften und daraus schlussfolgernd in der Welt geht. Die Erkenntnis von wichtigen gemeinsamen menschlichen Interessen hat sich leider nicht durchgesetzt.Griechenland ist meiner Meinung nach das Beispiel wie eine einmalige historische Chance versemmelt wurde.Dieses Beharren auf wer denn nun Recht hat hilft keinem Kind in Syrien, keinem Kleinbauern in Afrika und der Smog in Peking ist auch nicht weg.Die Linke hat komplett versagt, nicht nur was Griechenland angeht.Es muss doch über die Analysen endlich einmal hinausgehen.Karl Marx hat doch eine klare Position erarbeitet.“Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt darauf an sie zu verändern.“ Es liegt doch mit in unserer Hand diese Welt besser zu machen.Im übrigen waren und sind die Grünen, besonders Herr Fischer immer eine Partei gewesen, die nun wirklich nicht als links zu werten ist. Wie in vielen Bewegungen ist die Beliebigkeit oftmals der Markenkern von angeblichen politischen Erkenntnissen ausgehend.Bislang kann sich der Neoliberalismus und deren Vertreter die Hände reiben, denn das ist das Beste was diesen Zombies passieren kann.Die Weimarer Republik lässt grüssen. Mal wieder ist sich die Linke in wesentlichen Fragen nicht einig und wieder gehts um klein klein.Ich gebe die Hoffnung nicht auf, denn die Frauen und Männer zu denen auch mein Vater gehörte, die unter Einsatz ihres Lebens Menschlichkeit, Haltung, Liebe und Mut bewiesen haben dürfen einfach nicht vergessen werden. Die Erinnerung an Karl Marx an Rosa Luxemburg, an die vielen Namenlosen haben mit diesem Beitrag eine Stimme wie aus vergangenen Zeiten bekommen.Einiges in diesem Beitrag halte ich noch für diskussionswürdig. Doch eines durfte doch eigentlich eindeutig sein: Unsere Stärke ist und bleibt, dass wir nur gemeinsam stark sein werden. Wir haben es mit einem mächtigen Gegner zu tuen, der nichts unterlassen wird uns zu spalten, zu diskreditieren, letztendlich uns vernichten zu wollen. Sicherlich ist die Welt unüberschaubarer geworden, doch wir können uns nicht auf Dauer am Nasenring durch die Manege ziehen lassen. Ich wünsche allen den Mut, die Zuversicht, die Kraft und den Mumm diese Welt etwas gerechter zu machen. Che Guevera: Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker.“

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    Verfasst von Ulrike Spurgat | 10. Dezember 2015, 12:23
    • das beispiel griechenland is gut…-dort zeigt sich der ganze Irrsinn…..die leute klagen, wie schlecht es ihnen geht, kleben aber fast alle an ihrem geliebten Kapitalismus, ..warum schaffen sie den dann nich ab, wenns ihnen damit so mies geht?..dann ham sies nich andes verdient…. die sind dort nicht in der Lage eine einzige partei oder bewegung auf die beine zustellen , die die interessen des arbeitenden volks vertritt.., staatdessen rennen sie betrügern hinterher, lassen sich 10 mal verschaukeln..die paar rest-linken sind auch noch sektiererisch, wie diese Stalinist. KKE, die mit keinem zusammengehn will, ein trauerspiel..

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      Verfasst von Tom | 10. Dezember 2015, 20:23

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